Ein Jonas in Australien

Berichte von 10/2012

20Oktober
2012

Wohin fliegt man, wenn man frei ist wie ein Vogel?

So nach längerer Zeit gibts jetzt mal wieder nen Blogeintrag.

Ich weiß gar nicht mehr wo ich letztes Mal aufgehört habe. Naja egal. Als wir von unserer Farm zurückgekommen waren, haben wir wieder in unser altes Hostel eingecheckt. Gab aber nur noch 3 Betten für uns 4 Leute. Ein normales Bett und ein Doppelbett. Glücklicherweise erklärten sich Cathrin und Teresa bereit in dem einzelnen Bett zu schlafen. Vielen Dank nochmal. Ich hätte nicht tauschen wollen, weil die Betten hier sind ja schon für mich alleine zu klein. Die anderen aus unserem Zimmer haben sich wahrscheinlich sonst was gedacht, als Kay und ich das Doppelzimmer bezogen haben, aber egal...

Eigentlich hatten wir noch einen Daytrip nach Cape Tribulation machen. Dort trifft der Regenwald direkt aufs Meer. Wir wollten uns ein Auto mieten, aber entweder musste der Fahrer 21 sein, oder man musste das Auto mindestens 5 Tage mieten. Ich wäre somit der einzige Fahrer gewesen für die 6-8 Stunden Fahrt. Bischen viel auf einmal...

Somit war klar, das wir am Samstag von Cairns wegfliegen würden. Aber wohin? Seitdem ich in Brisbane mein Greyhoundticket gekauft hatte war die Richtung ja vorgegeben. Immer weiter nach Norden in Richtung Cairns. Aber jetzt in Cairns hatte man auf einmal wieder alle Möglichkeiten. Einerseits ist es genial völlig frei zu sein und machen zu können was man will, andererseits wird man von den ganzen Möglichkeiten auch erschlagen und weis nicht was man machen soll. Ich hatte 4 Möglichkeiten.

  • Weiter in den Norden nach Darwin fliegen

  • Nach Alice Springs fliegen und dort eine Tour zum Uluuru/Ayers Rock machen

  • Nach Brisbane fliegen und von dort in Richtung Sydney

  • Nach Sydney fliegen und die Stecke zwischen Brisbane und Sydney auslassen

Und irgendwie fällt es mir hier schwer Entscheidungen zu treffen. Noch schwerer als die Entscheidung wohin ich fliege, fiel mir aber die Entscheidung, ob ich alleine, oder mit den Anderen weiter reisen sollte. Ich behaupte jetzt einfach mal, das wir in den 6 Wochen, die wir zusammen unterwegs waren, ziemlich gute Freunde geworden sind und die wollte/konnte ich nicht einfach so aufgeben. Damit fiel Uluuru schon mal raus, weil ich da alleine hingeflogen wäre. Darwin war schon vorher rausgeflogen, weil ein Flug ca. 600$ gekostet hätte. Kay wollte nach Sydney fliegen und die anderen Beiden nach Brisbane. Es war also auch schon klar, dass sich unsere Gruppe hier trennen würde. Ich hab mich dann entschlossen mit Cathrin und Teresa nach Brisbane zu fliegen, aus dem einfachen Grund, dass ich die Strecke zwischen Brisbane und Sydney nicht überspringen wollte. Für die letzte Nacht in Cairns hatten wir dann auch kein Hostel mehr, aber wir durften uns zum Glück im TV-Raum die Nacht verbringen. Auf der einen Seite 20$ für die Übernachtung gesparrt, auf der anderen Seite auch nicht wirklich geschlafen. Irgendwann in der Nacht kamen dann auch noch ein paar andere ziemlich betrunkene Hostelbewohner in unseren Raum. Ab da war es dann auch mit der Ruhe vorbei. Wir haben dann Herr der Ringe geguckt. Vorteil bei einem Film, den man schon zig mal geguckt hat, ist, dass man problemlos ne halbe Stunde einschlafen kann und dann problemlos wieder in den Film einsteigen kann. Als Zeichen der Trennung haben wir auch unser Pokerspiel zurückgelassen, welches wir seit Townsville dabei hatten und uns so viele Abende und Buswartezeit beschäftigt hat. Jeder von uns hat als Erinnerung jedoch einen Pokerchip mitgenommen.

Samstag sind wir dann um 4 Uhr morgens zum Flughafen. Klingt jetzt zwar saufrüh, aber wenn man die ganze Nacht nicht geschlafen hat ist man einfach nur froh, das die Warterei endlich zu Ende ist. Beim Einchecken dann die Gewissheit, das es keine Einbildung war, dass mein Rucksack von Hostel zu Hostel schwerer wird. Aus den 14 Kilo vom Hinflug sind schon 20,5 Kilo geworden. Ich schieb das jetzt einfach mal auf den Liter Sonnencreme und die Tatsache das in in T-Shirt und kurze Hose geflogen bin und die langen Sachen und die Regenjacke (Noch nie benutz xD ) im Rucksack waren...

Dann mussten wir uns auch von Kay verabschieden. Schon komisch. Immerhin war ich von den 10 Wochen hier 8 zusammen mit Kay unterwegs, aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir uns nach Rainbow Beach und Hervey Bay auch ein drittes Mal wieder treffen werden. Mindestens...

Der Flug nach Brisbane war dann relativ unspäktakulär. 2 Stunden vergehen ja wie im Flug … 1$ fürs Phrasenschwein :D

Schlafen konnte ich mal wieder nicht, weil in dem Flieger noch weniger Platz war, als im Greyhound. Cathrin und Teresan waren schon vor dem Start eingeschlafen. Neid.

Und wenn man ein Wasser bestellt und die Stewardess fragt, ob man bar oder mit Kreditkarte zahlen möchte, weiss man, dass man mit einer Billigfluglinie unterwegs ist ;D

So für Brisbane gibts nen eigenen Bericht sonst wirds zu lang hier...

 

18Oktober
2012

Wwoofen - Das richtige Australien

Eigentlich hatte ich geplant diesen Eintrag in Englisch zu schreiben, aber weil das bestimmt dreimal so lange gedauert hätte, ich brauch jetzt schon ewig für einen Blogeintrag, und ich nicht sicher war, ob jeder den englischen Blogeintrag hätte lesen können, schreibe ich jetzt doch in Deutsch. Schlecht für mein Englisch, gut für euch ;D

Die letzten 10 Tage waren einfach nur genial, aber ich fange einfach mal von ganz vorne an, obwohl sich das dann vielleicht mit anderen Einträgen überschneidet. Ich bin aber gerade zu faul nachzugucken, was ich schon geschrieben habe und was nicht... :D

Nachdem unsere Jobsuche in Townsville nicht erfolgreich war, haben wir uns überlegt, dass man auch Wwoofen gehen könnte. Beim Wwoofen (WWOOF = Willling Workers On Organic Farms) arbeitet man unentgeltlich auf Farmen und bekommt dafür Essen und Unterkunft. Das Problem war aber, dass wir vier Leute waren und die meisten Farmer nur 1-2 in seltenen Fällen auch 1-4 Leute nehmen. Eigentlich wollten wir eine Farm zwischen Townsville und Missionbeach finden, weil Missionbeach unser nächster Stopp sein sollte. Der Traum wäre natürlich eine Farm auf Magnetic Island gewesen, aber wir haben nichts passendes gefunden. Weder auf Magnetic Island, noch irgendwo zwischen Townsville und Missionbeach. Also haben wir auch Farmen angerufen, die weiter nördlich lagen. Eigentlich haben nur Teresa und Cathrin bei den Farmen angerufen. Mein Job war es hinter unserem Geld und unserem Deposit aus dem Working Hostel in Childers hinterher zu telefonieren. Aber das ist ein anderes Thema...

Schlussendlich haben wir eine Farm in Mutchilba, 100km westlich von Cairns, gefunden, die Platz für uns 4 hatten. Eigentlich war geplant, dass wir direkt von Magnetic Island nach Cairns fahren und von dort direkt weiter zur Farm, aber der Farmer hat uns angerufen, dass er uns erst am Montag abholen kann... War für mich ganz gut, weil es mir nach Magnetic Island ziemlich schlecht fühlte. Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und so weiter. Ich denke, ich habe zu wenig getrunken, aber vielleicht waren es ja auch die 2 kalten Dosen Ravioli. Wer weiss ;D

Am Montag Morgen war dann erstmal wieder Chaos. Bus suchen. Google Maps sagt rechts, Bushaltestelle ist links. 6 Leute gefragt, 2 hatten keine Ahnung, 2 sagen links, 2 sagen rechts.... Rechts war richtig und wir haben unseren Bus nach Mareeba bekommen. In Mareeba angekommen hat uns der Busfahrer erstmal vorgewarnt, dass es in Mutchilba keinen Supermarkt gibt und auch sonst eigentlich nichts. 10 Häuser oder so... Also sind wir noch kurz zum Coles gegangen und danach nach Mecces, um die 3 Stunden Aufenthalt mit kostenlosen Internet zu überbrücken.

In Mutchilba angekommen, wurden wir auch direkt von unserem Farmer abgeholt und zu unserer Farm gebracht. Blöderweise habe ich da mein gutes Reisehandtuch im Trailer vom Bus vergessen :-/

Auf der Farm lebten Graham und mit seiner Frau Jan und 3 Kindern.

Auf der Farm angekommen haben wir auch die anderen 8 Wwoofer kennengelernt. 5 Mädels (Julie aus Belgien, Meiwa auf Frankreich und Yuri, Hirokko, Sally aus Japan) und 3 Jungs (Julien(Froggy) aus Frankreich und Yullie und Sunny aus Südkorea). Wir waren also ein bunt gemischter Haufen. Gesprochen wurde natürlich Englisch und auf der Hinfahrt hatte uns Graham auch schon erklärt, wer nicht Englisch spricht, muss eine Chili essen. Das war auf der Farm die übliche Bestrafung.

Nicht Englisch gesprochen – Chili

Schuhe im Haus – Chili

Hut auf dem Tisch – Chili

Sich blöd angestellt – Chili

Ich musste in den 10 Tagen aber nur eine Chili essen und auch nur, weil ich eine Wette gegen Kay verloren habe. Die war zwar nur ganz klein, aber -Holla die Waldfee- die hat gebrannt wie sonst was.


Auf der Farm hatten die Wwoofer eine eigene kleine Hütte mit Küche, Dusche, Klo und so weiter. Alles sehr einfach gehalten, passte aber so perfekt ins Bild des einfachen Farmlebens.

Geschlafen habe ich mit Kay und den beiden Südkoreanern in einem alten Schulbus, in den anstelle der Sitze 4 Betten standen. Die Betten waren aber mehr Hängematten und weil das Bett, wie jedes Bett hier in Australien, für mich zu kurz war, hab ich meine Matratze auf den Boden gelegt und dort geschlafen.

Der Tagesablauf war eigentlich immer der gleiche. Morgens um halb sieben aufstehen, Frühstücken und um sieben begann dann die erste Schicht, bis um 9 Uhr. Dann war eine Stunde Pause („Smoko“) in der wir immer zusammen Kaffee getrunken haben und eine Kleinigkeit gegessen. Während dieser Pause gab es auch immer die Chilis zu essen, die man sich am Tag zuvor „verdient“ hatte.

Nach der Smoko-Pause war dann noch eine 2 Stunden Schicht bis um 12 und dann nochmal eine Schicht von 4 bis um 6, weil man in der Mittagshitze nicht wirklich arbeiten konnte/wollte. Abends haben dann immer 2 Leute von uns für alle gekocht und nach dem Abendessen sind dann alle gegen 9-10 Uhr ins Bett gefallen.

Gearbeitet haben wir entweder auf den Süßkartoffelfeldern, oder auf der Limettenplantage. Auf den Süßkartoffelfeldern mussten wir Unkraut jäten, weil auf der Bio-Farm logischerweise keine Unkrautvernichtungsmittel verwendet werden. Also mussten 12 menschliche Unkrautvernichter, bewaffnet mit 2 Händen und einer Harke, den Job übernehmen :D Die Arbeit war körperlich nicht wirklich anstrengend, aber wurde mit der Zeit etwas langweilig. Naja wozu gibt’s MP3 Player.

Am Montag hab ich beim Unkrautjäten in ein Spinnennetz gefasst. Und die Besitzerin saß auch direkt daneben. Redback! Eine von zwei potentiell tödlichen Spinnenarten hier in Australien und ich grabsch einfach mal 2cm dran vorbei. Knapp :D Kommentar von Graham: „Glückspilz. Du bist der erst, der eine auf dem Feld findet. Normalerweise sitzen die im Haus.“ :D

Auf der Limettenplantage mussten wir, wen wunderts, Limetten pflücken. Ich wusste ja das Limetten auf Bäumen wachsen, aber ich wusste nicht, dass diese Bäume Dornen haben. Gibt nen paar schöne Kratzer auf den Armen. Auch an die Ameisen und Spinnen auf den Bäumen gewöhnt man sich.

Schlimmer war aber das lange Grass unter den Bäumen, das wir immer mit den Armen plattdrücken mussten. Das gibt richtig viele kleine Schnitte an den Armen und mit dem Schweiß und der Sonnencreme kommt da richtig Freude auf. Generell musste man sich vor jeder Schicht, also drei Mal am Tag, mit Sonnencreme einschmieren. Und bei bis zu 38 Grad im Schatten sollte man auch darauf achten, dass man genug trinkt. Ich hab für jede Schicht eine große Flasche Wasser mitgenommen und über den Tag verteilt immer so 4-6 Liter Wasser getrunken. Oft sind wir auch in der Mittagspause zur Abkühlung in den See gesprungen. Einfach in den normalen Klamotten, die man gerade getragen hat. Scheiß egal, bei den Temperaturen trocknet man ja schnell wieder :D


Die Mittagspause war auch die einzige Zeit in der man etwas unternehmen konnte, weil Abends stand eigentlich nur noch Duschen, Essen und dann Bett auf dem Plan. Blieben also nur die 4 Stunden Mittagspause. Man konnte im See schwimmen, Billiard spielen oder Tischtennis spielen.

Ok Tischtennis wurde eigentlich nie gespielt, sondern immer die drei Nationalsportarten von Mutchilba: Nipple-Pong, Chili-Pong und Sting-Pong

Den Sinn von Nipple-Pong habe ich nie so Richtig verstanden, obwohl es mir mal jemand erklärt hat, außer, dass zumindest die männlichen Spieler oben-ohne spielen müssen.

Chili-Pong ist recht einfach erklärt. Der Verlierer muss eine Chili essen. Außnahme war nur, wenn die Südkoreaner gespielt haben. Die sind scharfes Essen gewöhnt und haben keine Angst vor Chilis. Die mussten dann einen Esslöffel Vegimite essen. (Vegimite ist ein absolut widerlicher Brotaufstrich, aber Kult in Australien.)


Sting-Pong ist auch recht simpel. Wenn jemand einen Punkt macht, darf er den Tischtennisball dem Anderen mit voller Wucht auf den Rücken schmettern. Hört sich nicht schlimm an, aber z. B. Graham bekam so eine Wucht hinter die Bälle, dass man die Abdrücke noch Stunden später sehen konnte. Ich hab es nicht gespielt, aber Kay hat es ausprobiert. Sehr lustig. Zumindest für uns :D

Einen Abend mussten Kay und ich auch für die gesamte Mannschaft kochen. Da hatte ich doch etwas Respekt vor, vor allem weil ich nach 6 Stunden Arbeit nicht das Essen von 12 Leuten verbocken wollte. Wir haben dann Nudeln gekocht. Kann man nicht viel falsch machen. Dazu angebratenes Gemüse. Ganz nach dem Motto wenn man nicht weiß wie man es zubereiten muss, schmeiß es in die Pfanne und brat es an. Dann noch die geschmackliche Allzweckwaffe Käse drüberstreuen. Fertig. War gar nichtmal so schlecht :D

Wo wir gerade beim Essen sind. Am vorletzen Tag haben wir in der Nachmittagsschicht um die nervigen Hähne gekümmert, die uns jeden Morgen geweckt haben. Selbst gefangen, ermordet und zerlegt. Cathrin und Teresa haben das ganze dann zubereitet. Reis mit Hühnchen in Currysauce. Echt lecker, aber schon komisch etwas zu essen, was man vorher noch lebend gesehen hat, aber Hähnchenschnitzel wachsen halt nicht in der Kühltruhe im Supermarkt.

(Hab leider vergessen Fotos zu tauschen. Vlt später wenn ich Kay irgendwo wiedergetroffen habe :D )

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Am 3. Tag hatte ich auch Geburtstag. Zum ersten Mal alleine Geburtstag und dann auch noch 10 Stunden vor Sarah :-P

Geändert hat sich am Tagesablauf natürlich nichts. Musste trotzdem um halb sieben aufstehen und 6 Stunden arbeiten. Von Cathrin, Teresa und Kay hab ich eine Tafel Schokolade bekommen und am Abend einen Geburtstagskuchen. Die erste Schokolade hier in Australien. Die war soooooooo gut =) Vielen Dank nochmal!


Von Graham hab ich eine Flasche Vodka und eine Flasche Whiskey bekommen. Irgendjemand sagte, dass er das Zeug selbst herstellt. Schmeckt aber nicht anders als sonst und erfüllt seinen Zweck ;-)

Am Abend hat mich Graham dann noch zmit zum See genommen zum Wasserski, oder so ähnlich... Die Wasserski waren ein einfaches gebogenes Holzbrett ohne Schlaufen für die Füße oder so. Farmstyle Wasserski :D Am Anfang war es ziemlich schwer. Man lag mit dem Bauch auf dem Brett, musste dann auf die Knie und mit der einen Hand das Seil loslassen und vorne ans Brett greifen. Dann mit einem Fuß aufstehen und an diesem Punkt hat es mich immer zerrissen, weil ich die Kontrolle über das Brett verloren habe und es sich immer zur Seite gedreht hat. Nur einmal hab ich es geschafft und wenn man dann einmal steht, dann ist es auch nicht mehr so schwer das Brett unter Kontrolle zu halten. Da habe ich dann auch 5 oder 6 Runden geschafft. Mit Kurven und so ;-) Hat auf jedenfall riesig viel Spass gemacht und der Muskelkater am nächsten Tag war es wert.


Nach 10 Tagen sind wir wieder zurück nach Cairns gefahren und ich möchte keinen Tag auf der Farm missen. Wäre ich alleine unterwegs, wäre ich wahrscheinlich länger auf der Farm geblieben, aber ich wollte mit den Anderen zusammen weiterreisen und vor allem Teresa wollte wieder zurück, weil sie nur noch 5 Wochen in Australien ist und noch etwas mehr sehen wollte als die Farm :D

Auf der Rückfahrt nach Cairns hab ich auch mein Reisehandtuch wiederbekommen. Es lag einfach immer noch im Trailer vom Bus. 10 Tage lang :D Genauso sah es zwar auch aus, aber ich hab es wieder. Geht nix verloren :D

08Oktober
2012

Magnetic Island (Update: Jetzt mit Bildern)

Irgendwie konnte ich mich in der letzten Woche nicht dazu aufraffen einen Blogeintrag zu schreiben. Aber da wir ab heute für mindestens 1 Woche ins Outback fahren muss ich das jetzt ebend noch nachholen.

Letzten Dienstag sind wir nach Magnetic Island gefahren, nachdem es mit der Jobsuche ja nicht geklappt hat. Dort waren wir in einem Hostel mit integriertem Koalapark. Der Park war auch der eigentliche Grund für unseren Besuch auf Magnetic Island.

In unserem Hostel konnten wir uns auch kostenlos eine Schnorchelausrüstung leihen. Ich wäre aber nach meinem kleinen Missgeschick auf den Whitsundays eh nicht geschnorchelt, aber weil das Meer so aufgewühlt war, ist gar keiner von uns Schnorcheln gegangen. Deshalb sind wir am ersten Tag schon in den Koalapark gegangen.

Am Anfang durfte man ein kleines Krokodil auf den Arm nehmen. Fühlt sich ziemlich cool an. Auf der Unterseite ganz weich und auf der Oberseite der harte Panzer. Und das Viech besteht glaub ich nur aus Kraft. Wenn das angefangen hat zu zappeln...

Und wer sich fragt warum, bei dem kleinen Krokodil die Schnauze zugeklebt ist. Der Kleine hat genug Kraft um einen Finger abzureißen. Sicher ist sicher...

Danach konnte man zwei Papageien füttern. Der Schwarze war etwas wählerisch und ist am Anfang nur bei Männern auf den Arm geklettert. Keine Ahnung woran er das erkannt hat, aber war schon lustig anzuschauen :D

Als nächstes ging es ins Wombatgehege, aber der/das Wombat lag nur faul in seinem Baumstamm und auf dem Weg zum Wombatgehege sah kam man auch schon an einem Koala vorbei.

Sorry Wombat, in dem Moment warst du einfach uninteressant :D

Nach ein paar Eidechsen, die man auf den Arm, auf die Schulter oder auf den Kopf nehmen konnte,

kamen wir auch zum Highlight des Parks. 

Den Koalas. Die waren schon ziemlich cool. Und die ließen sich auch nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Einfach weiterschlafen, oder weiteressen, egal ob 20 Leute drumherumstehen oder nicht. Am Ende konnte man noch ein Foto mit einem Koala machen. Sehr flauschig. Ein großer grauer Teddybär, der nach Eukalyptus duftet :D

Am Ender der Tour konnte man sich noch eine Schlange um den Hals legen. Keine Giftschlange natürlich, obwohl uns die Tierpflegerin ziemlich viel über die ganzen Giftschlangen hier in Australien erzählt hat.

Nach dem eigentichen Park gab es noch eine Vogelfütterung. Vielleicht kennt von euch jemand die Vogelfütterung im Zoo in Münster. Das sind die gleichen Vögel nur waren das hier bestimmt 100 Vögel. Und man hatte teilweise bestimmt 20 Vögel auf sich sitzen. Arme, Hände, Schultern, Nacken, Kopf,... einfach überall saßen die.

Am Abend gab es noch Pizza im Hostel. War zwar Tiefkühlpizza, aber hey immerhin Pizza :D Hätte ich keinen Gutschein gehabt und die 12$(!) dafür bezahlt, hätte ich das wahrscheinlich nicht so lustig gefunden...

In der Nacht hat es dann wie aus Eimern geschüttet und mir war schon vorher aufgefallen, dass man durch unser Dach den Himmel sieht. Löcher so groß wie Tennisbälle. Hat mich nicht wirklich gestört, aber unser Zimmergenosse, der unter dem Loch geschlafen hat, war doch ziemlich am fluchen :D

Am nächsten Tag konnten wir schon wieder nicht schnorcheln. Deshalb haben wir uns einfach so an den Strand gesetzt und haben Kokosnüsse gesucht. Leider recht erfolglos.

Nachmittags haben wir dann noch eine kleine Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Da haben wir dann auch eine Kokosnuss gefunden, die noch Wasser enthielt. Und wir haben einen wildlife Koala gesehen. Wir wären zwar wieder stumpf drann vorbei gerannt, aber zum Glück standen Leute vor dem Baum und haben Fotos gemacht :D

Am Donnerstag sind wir dann um 16 Uhr mit der Fähre zurück nach Townsville gefahren und mussten dann noch bis 1 Uhr Nachts auf unseren Bus nach Cairns warten. Wir haben dann im Park und an der Bushalte gesessen und Karten gespielt und versucht zu schlafen. Als Abendessen gabs dann 2 Dosen Ravioli. Kalt, weil wegen keine Küche... Bah. Nie wieder. Lieber trocken Toast, oder gar nichts, aber das mach ich bestimmt nicht nochmal >.<

In Cairns mussten wir dann noch 3 Tage warten, weil uns der Farmer doch erst ab Montag aufnehmen konnte. Aber heute geht es jetzt endlich weiter. Jetzt sind wir gerade in Mareeba und gleich geht’s weiter nach Mutchilba. Der Ort hat ganze 10 Häuser, 1 Kirche, 1 Schule, keinen Supermarkt und das ist nur der Ort von dem wir abgeholt werden. Wir sind also Mitten im Nirgendwo :D

 

Fotos kommen später, weil das Internet hier im Mäcces ziemlich langsam ist :D

02Oktober
2012

Hallo, ist da wer?

Ließt hier eigentlich noch jemand mit?
Keiner schreibt nen Kommentar oder ne Nachricht.

Sagt mal Hallo, damit ich weiß, damit ich nicht nur für mich selber schreibe :D